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Publikationen > Arbeitspapiere > Band 28

Markus R. Algner

Die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung auf das Rating von Genossenschaften

 Band 28 der Reihe "Arbeitspapiere” des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg, ISSN 0934-0726, 94 und XXIV Seiten, Nürnberg 2002, € 18,90.

Durch die Regelungen von Basel II werden Banken in Zukunft verpflichtet, Kredite risikoadäquat mit Eigenkapital zu unterlegen. Hierbei ist es den Kreditinstituten gestattet, auf das Urteil externer Ratingagenturen zurückzugreifen oder selbst durch interne Verfahren die Bonität der Schuldner zu ermitteln. Mit Hilfe eines Ratings soll eine Prognose über den Eintritt von Verzögerungen oder Ausfällen bei Zins- oder Tilgungszahlungen getroffen werden.

Aufgrund der unverhältnismäßig hohen Kosten externer Ratings werden vor allem mittelständische Unternehmen nach bankinternen Verfahren geratet werden. Dabei werden Parameter untersucht, die auch bei den bekannten externen Ratings beispielsweise von Standard & Poor’s oder Moody’s in die Wertung mit eingehen. Der Autor beschreibt einleitend den eigentlichen Ratingprozess in dessen drei Teilphasen und arbeitet anschließend auf die wesentlichen qualitativen und quantitativen Kriterien heraus, die zukünftig einer Kreditvergabe zugrunde liegen.

Die weitere Arbeit konzentriert sich auf Genossenschaften als Kreditnehmer. Der Autor hinterfragt die Auswirkungen von Branchenzugehörigkeit, Management und wirtschaftlicher Lage auf das Rating einer Genossenschaft. Gerade in risikoreichen Branchen wie Landwirtschaft und Handel wird der Unternehmensführung als Ratingkriterium eine große Bedeutung beigemessen. Vor dem Hintergrund der ohnehin schon knappen Eigenkapitalausstattung der Genossenschaften untersucht der Autor die Möglichkeiten zur Selbstfinanzierung einer Genossenschaft und deren Einflüsse auf eine Ratingeinstufung. Die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft ist nicht zuletzt aufgrund der Prüfung und Beratung durch die Verbände gekennzeichnet durch eine hohe Insolvenzsicherheit. Da bei einem Rating alle relevanten Faktoren in die Beurteilung des Unternehmens einzufließen haben, muss dieser Umstand angemessen berücksichtigt werden.

Genossenschaften müssen sich rechtzeitig auf das Rating vorbereiten, um auch in Zukunft günstige Kreditkonditionen zu verwirklichen. Verbände haben die Aufgabe, ihre Mitglieder diesbezüglich zu beraten. Für beide Kreise stellt dieses Arbeitspapier eine nützliche Grundlage dar.

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Diese Veröffentlichung ist zu beziehen beim

Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de

zum Preis von € 18,90 zzgl. Versandkosten.

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Letzte Änderung am 04.03.2009
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