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Publikationen > Arbeitspapiere > Band 31

Daniel Müller

Vorteile und Grenzen von Fusionen zwischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken

 Band 31 der Reihe "Arbeitspapiere” des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg, ISSN 0934-0726, 68 und XVIII Seiten, Nürnberg 2005, € 23,90.

Die Ertragskrise, mit der die deutschen Kreditinstitute seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts konfrontiert sind, macht sich vor allem in einer hohen Kostenbelastung und niedrigen Rentabilitäten bemerkbar. Der deutsche Bankenmarkt gilt als stark fragmentiert, „overbanked“ und im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern wenig flexibel.

Die spezifisch deutsche Bankenstruktur, das so genannte Drei-Säulen-System, wird von Kritikern als Hindernis für die Entwicklung eines anpassungsfähigen und international wettbewerbsfähigen deutschen Bankenmarkts gesehen. Diese historisch bedingte Dreiteilung der Bankenlandschaft in Kreditbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken legt eine Struktur fest, die schwer zu überwinden ist. Säulenübergreifende Bankenkooperationen sind insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Unternehmensrechtsformen kaum möglich. Gleichwohl wird der Strukturwandel in Deutschland durch veränderte ökonomische und gesetzliche Rahmenbedingen sukzessive forciert. Daher wird auch die öffentlich-rechtliche Rechtsform der Sparkassen und Landesbanken in Frage gestellt.

Ist die Umwandlung kommunaler Sparkassen in privatrechtliche Unternehmungen möglich, bedarf es der Prüfung sektorübergreifender Bankenzusammenschlüsse. Die Arbeit von Daniel Müller untersucht in diesem Zusammenhang die Vorteile und Grenzen von Fusionen zwischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Die Analyse zeigt, dass eine Fusion zwischen Sparkasse und Kreditgenossenschaft eine adäquate Variante darstellt, um durch externes Wachstum die erforderlichen Betriebsgrößen zu erreichen. Schließen sich die Institute zusammen, können positive Größen- und Synergieeffekte die Kosten- und Ertragssituation verbessern. Auch ist ein gewisser „strategischer fit“ beider Bankengruppen zu konstatieren. Da die Institute geschäftspolitisch ähnlich ausgerichtet sind und auch Überschneidungen bezüglich der Unternehmensidentitäten und organisatorischen Strukturen existieren, können sie sich sinnvoll ergänzen um ihre wirtschaftliche Existenz nachhaltig zu sichern. Auf der anderen Seite stehen einem sektorübergreifenden Zusammenschluss auch erhebliche Restriktionen entgegen. Neben den gesetzlichen Hürden, die ein entsprechendes Fusionsvorhaben verhindern, sind vor allem auf Seiten der Gesetzgeber und der Bankenvertreter einzelner Sektoren Widerstände zu registrieren.

Schlussendlich sind die politischen Entscheidungsträger gefordert, die rechtlichen Grundlagen für Fusionen zwischen Sparkassen und Genossenschaften zu schaffen. Für die beteiligten Banken und ihre Kunden, Mitarbeiter und Eigentümer kann ein säulenübergreifender Bankenzusammenschluss eine zweckmäßige Option sein.

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Diese Veröffentlichung ist zu beziehen beim

Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de

zum Preis von € 23,90 zzgl. Versandkosten.

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Letzte Änderung am 04.03.2009
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