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Publikationen > Veranstaltungen > Band 15

Dr. h. c. Heinz Sebiger

Genossenschaft im Spannungsfeld von Markterfordernissen und Vereinskultur

Risiken und Grenzen der Genossenschaftsdemokratie für eine erfolgreiche Unternehmensführung

 Band 15 der Reihe “Veranstaltungen” des Forschungsinsituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg,
ISSN 0176-2052, 34 Seiten, Nürnberg 1998, € 4,00.

Diese Veröffentlichung gibt einen vielbeachteten Vortrag wieder, den Dr. Heinz Sebiger, Mitgründer der DATEV eG und deren langjähriger Vorstandsvorsitzender, im Rahmen einer Veranstaltung des Nürnberger Forschungsinstituts gehalten hat. Darin befaßt er sich aus der Sicht des Genossenschaftspraktikers mit den Risiken und Grenzen der Genossenschaftsdemokratie für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Der Autor geht zunächst auf das besondere, aus dem Identitätsprinzip zwangsläufig resultierende Spannungsverhältnis zwischen der Genossenschaftsleitung einerseits und den Mitgliedern andererseits ein. Hier gelte es, eine zwischen beiden Seiten befriedigende Abgrenzung zwischen dem demokratischen Mitspracherecht der Mitglieder und der aus Markterfordernissen notwendigen Handlungsfreiheit für den Vorstand zu finden. In seinen Ausführungen über die Genossenschaftsdemokratie findet Dr. Sebiger durchaus kritische Worte zur Vertreterversammlung und kommt zu der Feststellung, daß zwar der Vorstand effektiven Kontrollen unterliegt, eine wirksame Kontrolle des Handelns der Vertreter in der Vertreterversammlung aber nicht existiert. Anschließend benennt der Autor Konfliktfelder zwischen Demokratieprinzip und Markterfordernissen und zeigt dabei - gestützt auf eigene Beobachtungen und Erfahrungen - an einigen Beispielen auf, wo die Abgrenzung zwischen verständlichem Verlangen nach Genossenschaftsdemokratie und Marktnotwendigkeiten im Genossenschaftsalltag Probleme bereiten kann. Schließlich geht Sebiger noch auf die Vertreterversammlung ein, und führt seine Gedanken zur Zusammensetzung der Vertreterversammlung, zur Sicherung demokratischer Mitwirkungsrechte der nicht zu Vertreter gewählten Genossenschaftsmitglieder und zur Willensbildung in der Vertreterversammlung aus. Abgeschlossen wird die Argumentation mit einigen Empfehlungen zur Bildung fakultativer Organe. In seiner zusammenfassenden Schlußbetrachtung fordert Sebiger anhand dreier Beispiele Genossenschaftswissenschaft und Genossenschaftsrecht auf, sich auch weiterhin mit den immer schneller aufeinander folgenden Veränderungen der Rahmenbedingungen der Kooperationswirtschaft zu befassen, damit die Genossenschaftsidee auch weiterhin lebendig bleibt und moderne Genossenschaften durch Unternehmensleistung und Markterfolge zur wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder beitragen können. Die Veröffentlichung schließt mit der Wiedergabe der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion.

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Diese Veröffentlichung ist zu beziehen beim

Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de

zum Preis von € 4,00 zzgl. Versandkosten.

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Letzte Änderung am 04.03.2009
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