Band 24
Wolfgang Harbrecht / Dieter Kempf (Hrsg.)
Genossenschaften – ein Zukunftsmodell. Festsymposium anlässlich des 85. Geburtstages von Dr. Heinz Sebiger
Band 24 der Reihe „Veranstaltungen“ des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg, ISSN 0176-2052, 77 S., Nürnberg 2009.
Der Anlass
Am 9. März 2008 konnte der Gründer der
DATEV eG, Dr. h. c. Heinz Sebiger seinen 85. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass veranstaltete das Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen gemeinsam mit der DATEV am 3. Juni 2008 ein wissenschaftliches Symposium zu Ehren des Jubilars. Die Veranstalter würdigten damit seine Verdienste für die Genossenschaftswissenschaft und sein Engagement für das Forschungsinstitut.
Die Thematik
Das Symposium stand unter dem Generalthema „Genossenschaften – ein Zukunftsmodell“ und widmete sich einerseits der Frage, was Genossenschaften erfolgreich macht und in welchen Bereichen sie besonders erfolgreich tätig sind. Andererseits wurden die Zukunftsperspektiven beleuchtet und erörtert, unter welchen Bedingungen diese Unternehmensform auch weiterhin Bestand haben kann.
Der Inhalt
Zunächst zeichnet Prof. Dieter Kempf, der Vorstandsvorsitzende der DATEV eG in seiner Laudatio den Lebensweg Heinz Sebigers nach. Er beschreibt die Motivation des Jubilars und zeigt auf, welche Faktoren zur Gründung und zum Erfolg der DATEV eG geführt haben.
Dr. Thomas Märtz, Vorstandsvorsitzender der VEDES eG beschreibt in seinem Vortrag die Wandlung seines Unternehmens vom traditionellen Einkaufsverband zu einer modernen Dienstleistungszentrale. Er zeigt auf, welchen Herausforderungen sich ein Unternehmen der Spielwarenbranche vor dem Hintergrund neuer Produkte, neuer Wettbewerber und eines sich beschleunigenden demografischen Wandels stellen muss.
RA Jörg Rabe v. Pappenheim, Vorstandsmitglied der DATEV eG widmet sich in seinem Vortrag dem Thema „Nachhaltigkeit – Luftblase oder zeitgemäßes Managementsystem?“. Er kommt zum Ergebnis, dass in der Unternehmensberichterstattung nicht-finanzielle Leistungsfaktoren unterrepräsentiert sind und die Lageberichte der Unternehmen meist nur unpräzise oder unvollständige Angaben zum Nachhaltigkeitsmanagement enthalten. Der Autor betont, dass der Rechtsform der Genossenschaft eine Nachhaltigkeit durch die Mitgliederförderung quasi „in die Wiege“ gelegt sei, weist aber auch darauf hin, dass sich Genossenschaften erfolgreich am Markt behaupten müssen, wenn sie ihrem Förderauftrag auf Dauer gerecht werden wollen.
Ein Beispiel einer neuen, erfolgreichen Dienstleistungsgenossenschaft beschreibt Dr. Bruno Weber, Vorstandsmitglied der Abrechnungsgenossenschaft für Zahnärzte. Er stellt die Unternehmenshistorie vor und erläutert, auf welche Weise die ABZ eG ihre Mitglieder fördert. Die ABZ eG zeigt, wie Genossenschaften auch im interventionistischen deutschen Gesundheitssystem erfolgreich tätig sein können.
WP/StB Erhard Gschrey vom Genossenschaftsverband Bayern thematisiert die genossenschaftliche Pflichtprüfung und untersucht, wie diese zur Stabilität der Genossenschaften beigetragen hat. Gegenstand seiner Analyse sind auch die Konsequenzen veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen und internationaler Rechnungslegungsstandards.
Der vorliegende Tagungsband schließt mit der Wiedergabe der Podiumsdiskussion, unter Leitung von Prof. Dieter Kempf, die am Ende des Symposiums stand. Die Diskutanten Gerhard Bürkle, Dr. Sigurd Schacht, Erhard Gschrey und Prof. Dr. Wolfgang Harbrecht erörtern spezifische Fragestellungen zum Generalthema.
Diese Veröffentlichung, zum Preis von 18,90 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland), erhalten Sie beim Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
Findelgasse 7/9, 90402 Nürnberg, Deutschland
E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de