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Publikationen > Veröffentlichungen > Band 33

Klaus Schraudner

Die Preisgestaltung von Finanzdienstleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund

 

Band 33 der Reihe "Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg", ISBN 3-24677-15-8, 183 und XXXVII Seiten, Nürnberg 1994, € 20,-.

 

 

Die "Preisgestaltung von Finanzdienstleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund" ist aktueller denn je. Dennoch liegen zu diesem Thema bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor. In einem Projekt des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen hat sich Dr. Klaus Schraudner im Rahmen seiner Dissertation mit diesem Thema auseinandergesetzt und interessante Lösungsmöglichkeiten der hier auftretenden Zielkonflikte entwikelt.

Kreditgenossenschaften kaufen bei den Zentralinstituten des genossenschaftlichen Verbundes Finanzdienstleistungen ein, um den Bedarf ihrer Kunden decken zu können. Der Preis, den sie dafür bezahlen müssen, stellt für sie Kosten dar. Dabei sind sie einem Wettbewerbsdruck ausgesetzt, den sie an die Zentralinstitute weitergeben, denn ihr preispolitischer Spielraum gegenüber ihren Kunden wird umso größer, je niedriger die Verbundpreise liegen. Die Primärgenossenschaften fordern daher gerechte und verständliche Methoden der Preisgestaltung, um eine leistungsgerechte Entlohnung ihrer Vertriebsfunktion innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes zu erreichen. Bei den Zentralinstituten wiederum beeinflußt der Preis ihre Erlöse und damit auch indirekt ihre Leistungskraft. Obwohl die Partner im genossenschaftlichen Finanzverbund selbständig sind und sich daher die Preise auf einem "verbundinternen Markt" bilden, auf dem Zentralgenossenschaften ihre Leistungen anbieten und Primärgenossenschaften diese nachfragen, ergeben sich dennoch Zielkonflikte, die nach genossenschaftlichen, aber auch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gelöst werden müssen.

Ausgehend vom Förderungsauftrag der Zentralgenossenschaften, den der Verfasser jedoch nicht in der klassischen Weise des Gewinnverzichts, sondern als Aufgabe interpretiert, die Leistungsfähigkeit der Primärstufe zu stärken, sieht er den genossenschaftlichen Finanzverbund als einen gruppeninternen Markt, auf dem sich Primär- und Zentralstufe als Partner gegenüberstehen. Herausgestellt wird sodann die Bedeutung der Verbundleistungen für alle Mitglieder des Verbundes, allerdings mit der Einschränkung, daß die Verbundmitglieder sich auf ihre traditionellen Stärken konzentrieren.

In einem ersten Ansatz, dem eine kostenorientierte Preispolitik zugrunde liegt, kommt der Verfasser zu dem Schluß, daß Kostendekung das wichtigste Kriterium für die Untergrenze der Preisfestlegung einer Dienstleistung darstellt. Dies führt zu der Forderung einer leistungsbezogenen Kostendeckung, von der allerdings begründete Ausnahme zugelassen werden, so etwa bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Verbundmitglieder.

In einem zweiten Ansatz stehen die Marktgegebenheiten im Mittelpunkt. Im Rahmen einer marktorientierten Preisgestaltung werden verschiedene Möglichkeiten der Preisdifferenzierung z. B. nach Verkaufsleistung, nach bezogenen Leistungsbündeln bzw. Einzelleistungen etc. untersucht, aber auch Verhandlungspreise als Alternative  zu  Festpreisen  betrachtet. Schließlich besteht neben der direkten auch die Möglichkeit einer indirekten Preisgestaltung  in   Form  eines  leistungsorientierten Gewinnverteilungskonzepts.

 

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Diese Veröffentlichung ist zu beziehen beim

Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
Findelgasse 7/9
90402 Nürnberg

Tel. 0911 / 20 55 59-0
Fax: 0911 / 20 55 59-20

E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de

zum Preis von € 20,00 zzgl. Versandkosten.

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Letzte Änderung am 24.08.2008
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