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Publikationen > Veröffentlichungen > Band 41

Ines Dullenkopf

Förderauftragsbezogenes Benchmarking in Kreditgenossenschaften

 

Band 41 der Reihe "Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg", ISBN 3-924677-23-9, 247 und LXI Seiten, Nürnberg 2001, € 27,90.

 

 

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich erstmals mit dem Einsatz des Benchmarking in Kreditgenossenschaften. Während andere Unternehmen wie General Electric, Hewlett Packard, General Motors oder die Commerzbank Benchmarking bereits anwenden, kommt diese Methode in Genossenschaftsbanken bisher nicht zum Einsatz. Zielsetzung des Benchmarking ist es, Verbesserungen im eigenen Unternehmen durch Vergleich und Lernen von anderen Organisationen zu erreichen. Auf diese Weise müssen neue Lösungsansätze nicht selbst entwickelt werden. Vielmehr können bereits erfolgreich umgesetzte Verfahren von Vergleichspartnern übernommen werden.

Wie eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zeigt, eröffnen sich den Kreditgenossenschaften erhebliche Verbesserungspotenziale, die mittels Benchmarking identifiziert und genutzt werden könnten. Dies gilt vor allem für die Mitgliederförderung der Genossenschaftsbanken. Sie beinhaltet die Verpflichtung der Kreditgenossenschaft, ihren Mitgliedern dauerhaft finanzielle und leistungsmäßige Vorteile zu bieten. Die genossenschaftliche Praxis begnügt sich aber regelmäßig mit einer Mitgliederförderung durch Ausschüttung von Dividenden, obwohl erstens das Kapitalverwertungsinteresse nicht im Vordergrund steht und zweitens die leistungswirtschaftliche Förderung (z. B. über günstige Konditionen) die Chance zur Bindung von Kunden schafft, die ihrer Kreditgenossenschaft als Mitglieder ohnehin schon sehr nahe stehen. Die Bedeutung dieses Erfolgsfaktors „Kundenbindung“ erkennend haben Unternehmen anderer Rechtsformen z. B. das Payback-System geschaffen.

Die vorliegende Arbeit entwickelt zur Untersuchung der Mitgliederförderung einen 3-stufigen Top-Down-Ansatz. Ausgehend von der Mitgliederbetreuung werden jene Faktoren, die zur Maximierung der Mitgliederförderung beitragen, identifiziert. Dazu gehören sowohl die Prozesse als auch die Potenziale in den Banken. Für jeden der insgesamt 15 identifizierten Einflussfaktoren auf die Mitgliederförderung wird eine Größe zur Leistungsmessung entwickelt, die den Vergleich mit anderen Kreditgenossenschaften ermöglicht. So entsteht ein Kennzahlensystem, das in der FE-Card abgebildet wird. Sie bildet den Rahmen für förderauftragsbezogenes Benchmarking in Kreditgenossenschaften und bietet den Banken das Handwerkszeug sowohl für eine ganzheitliche Untersuchung der Mitgliederbetreuung als auch für die Analyse ausgewählter Teilgebiete.

In einer empirischen Untersuchung wird dieses System für ein Benchmarking zwischen drei Kreditgenossenschaften erstmals eingesetzt. Im Ergebnis gelingt es der Arbeit, die Einsatzbedingungen für ein Benchmarking in Kreditgenossenschaften zu identifizieren und den teilnehmenden sowie allen vergleichbar strukturierten Banken erste Verbesserungs-potenziale aufzuzeigen. So können den Banken Handlungsempfehlungen, wie z. B. der Aufbau eines Data Warehouse zur Verbesserung der Informationsversorgung über den Bedarf der Mitglieder, an die Hand gegeben werden. Folglich ist dieses Buch jenen Praktikern empfohlen, die neue Ansätze für die Mitgliederförderung und bindung oder erste Impulse für die Implementierung von Benchmarking in ihrem Unternehmen suchen. Es dient aber auch jenen Wissenschaftlern, die sich mit allgemeinen Fragen der Mitgliederförderung und der Mitgliederbetreuung sowie dem Instrument des Benchmarking und der Leistungsmessung beschäftigen.

 

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Diese Veröffentlichung ist zu beziehen beim

Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg
Findelgasse 7/9
90402 Nürnberg

Tel. 0911 / 20 55 59-0
Fax: 0911 / 20 55 59-20

E-Mail: info(at)genossenschaftsinstitut.de

zum Preis von € 27,90 zzgl. Versandkosten.

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Letzte Änderung am 24.08.2008
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