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Publikationen > Veröffentlichungen > Band 51

Sigurd Schacht: Die Genossenschaft im Wettbewerb der Unternehmensformen in ausgewählten EU-Staaten, Band 51 der Reihe „Veröffentlichungen“ des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg, ISBN 978-3-924677-33-6, 276 S. und XL Seiten, Nürnberg 2008, € 59,90.

Das Problem
Die Genossenschaft steht bei der Bildung von Kooperationen im Wettstreit mit anderen Rechtsformen. Diesen Wettbewerb hat diese Rechtsform mit durchschnittlich 91 Gewerbeanmeldungen im Zeitraum 1991 bis 2002 nur wenig erfolgreich bestritten obwohl in der Wirtschaft erhebliche Kooperationsbestrebungen zu verzeichnen waren. Ein Blick über die Ländergrenzen hinweg zeigt aber z. T. ein anderes Bild. Die Gründe für diese im internationalen Vergleich unterschiedliche Entwicklung der Genossenschaften konnten auf Grund der fehlenden Existenz eines einheitlichen statistischen Zahlenwerks in der EU und der Schweiz zwar andiskutiert, aber nicht systematisch anhand statistischer Zahlen analysiert werden.

Der Forschungsansatz
Die Arbeit verfolgt zunächst das Ziel, den schon durch die  Europäische Kommission 2004 monierten Mangel an statistischen Zahlen für das Genossenschaftswesen in ausgewählten Ländern der Europäischen Union und der Schweiz abzubauen, Unterschiede in länderspezifischen genossenschaftlichen Fragestellungen herauszuarbeiten und anhand dieser Basisinformationen bestehende Verbesserungsvorschläge für das deutsche Genossenschaftswesen zu bewerten sowie neue Vorschläge zu erarbeiten. Mit in der Untersuchung berücksichtigt wird die Novellierung des Genossenschaftsgesetzes im Jahr 2006.

Zunächst werden die unterschiedlichen genossenschaftlichen Entwicklungen ausgewählter  Länder der EU und der Schweiz anhand ihrer statistischen Zahlen gegenübergestellt und die wesentlichen Unterschiede, die Einfluss auf die Neugründung von Genossenschaften nehmen, analysiert. Anhand dieser Daten und möglicher Hypothesen, welche Rahmenbedingungen einen positiven Effekt auf die Neugründungsquote besitzen, werden bestehende Verbesserungsvorschläge sowie Auswirkungen der Novelle von 2006 für das deutsche Genossenschaftswesen analysiert und bewertet und neue Vorschläge zur Steigerung der Attraktivität der Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ dargestellt und diskutiert.

Die Ergebnisse
Als Ergebnis steht zunächst die Erkenntnis, dass nicht alleine der rechtliche Rahmen als objektiver Faktor ausschlaggebend für die Entwicklung des Genossenschaftswesens in Deutschland ist. Vielmehr sind die subjektiven Einflussfaktoren zur Wahl der Rechtsform, wie soziologische Aspekte, Bekanntheitsgrad, Informationsbeschaffung und die personenbezogenen Faktoren als bedeutend anzusehen. Um die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Gründung von Genossenschaften zu erhöhen müssen Verbesserungsmaßnahmen hauptsächlich bei Gründungswilligen selber und bei der Informationsbeschaffung zur Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ angewandt werden. In der Arbeit werden Verbesserungsmaßnahmen, wie z. B. die Schaffung einer Zertifizierungsstelle für freie Gründungsberater, Steuerberater und Anwälte durch den Genossenschaftsverband, vorgestellt.

Die wesentliche Erkenntnis der Arbeit ist, dass der rechtliche Rahmen deutscher Genossenschaften im internationalen Vergleich mithalten kann und vielmehr die subjektiven und personenbezogenen Faktoren in den Fokus der Verbesserungsmaßnahmen gebracht werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Genossenschaften zu sichern.

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Diese Veröffentlichung, zum Preis von 59,90 € plus Versandkosten (3,00 € Inland, 5,00 € Ausland), erhalten Sie beim Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg Findelgasse 7/9, 90402 Nürnberg, Deutschland - info(at)genossenschaftsinstitut.de

Letzte Änderung am 19.11.2008
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